Corporate Channels x Corporate Influencer

  Jan. 2020

Ginge es nach dem Hype Thema 2018 - Corporate Influencer, bräuchten wir die gleichnamigen Channels theoretisch nicht mehr. Der Trick: Das Ganze einfach auslagern. Aber ist Dezentralität wirklich DER Schlüssel zum Erfolg? Sollten wir Corporate Channels über Bord werfen und die gesamte Kommunikation in die Hände von unternehmensfremden Markenbotschaftern legen? 

Klare Antwort: Nein! Leider ist unsere Welt aber nicht immer so einfach in Schwarz und Weiß zu unterteilen – häufig bewegen wir uns in Grauzonen und müssen viele Details abwägen. Gleichzeitig liegen jedoch genau hier immer wieder ungenutzte Potenziale. Denn: Mit Corporate Influencern auf Corporate Channels gibt es in einem cleveren Crossover „the best of both worlds“ – und ganz nebenbei eine völlig neue User Experience.

Corporate Channel: So startest du durch!

Menschen lieben Menschen, gerade wenn sie einander ähneln. Niemand würde dieser Aussage wiedersprechen. Stellt sich jedoch die Frage, weshalb so wenig Unternehmen diese Markenverbindung effektiv nutzen, gerade wenn es um die eigenen Unternehmensseiten geht? Ich zeige euch deshalb, wie man mit den #5stepsforhappiness, seine Kanäle pusht und die vermeintlichen Nachteile von „Corporate Influencern“ zu einem echten Vorteil werden.

Step 1: #Takeover 

Unter einem Takeover ist die Übernahme eines Markenauftritts in den sozialen Medien gemeint, üblicherweise wird hier auf einen der unzähligen Influencer der sozialen Netzwerke zurückgegriffen. Häufig ohne wirklichen Bezug zum Kern der Marke, dafür aber mit großer Reichweite. Meist erhält dieser Markenbotschafter, für einen vordefinierten Zeitraum, Zugriff auf den Unternehmenskanal und wird durch Material in Form von Text, Bild und Stories unterstützt oder übernimmt direkt die komplette Kommunikation und Interaktion auf dem Kanal des jeweiligen Unternehmens. Warum aber nicht einfach das unternehmensfremde Gesicht, durch den eigenen Corporate Influencer ersetzten? Dieser kennt das Unternehmen, weiß wie kommuniziert wird und kann so, ganz nebenbei, eine authentische Kommunikation gewährleisten. Wie ein Takeover gelingt und zum Vorteil für euer Unternehmen wird, findet ihr hier.

Step 2: #Channelhosts

Eine andere Möglichkeit ist das Hosten eines Channels. Hierbei nimmt das Unternehmen quasi die Rolle des Veranstalters oder des Gastgebers ein und überlässt die Moderation des Channels einem Mitarbeiter oder in der Praxis aktuell oft noch einem Influencer. So oder so bringt ein Channelhost einen unersetzlichen Vorteil mit sich: Er verleiht dem Corporate Channel ein wiederkehrendes menschliches Gesicht.  

Step 3: #Antiblackbox

Offene Kommunikation & ein gutes Stück Vertrauen sind gefragt, damit der eigene Corporate Channel zu einem Erfolg wird. Unternehmen sollten sich daher nicht verschließen und wie eine Blackbox agieren. Vielmehr sollten sie ihre Mitarbeiter an die Hand nehmen und zu echten Branchenexperten und Markenbotschaftern formen. In Verbindung mit dem eigenen Brand Channel liegt der Fokus auf dem Mehrwert der eigenen Produkte oder Dienstleistungen. Gleichzeitig erhält das Ganze einen persönlichen Charme und befindet sich auf Augenhöhe mit seinen Nutzern. Zusätzlich werden User aktiver in die Kommunikation einbezogen. Denn auch hier gilt: Mit Gleichgesinnten kommunizieren wir lieber, schlagen ihnen neue Themen vor oder stellen ihnen persönliche Fragen.

Step 4: #Zentralität 

Durch die zentrale Kommunikation entstehen, gerade aus Unternehmenssicht, natürliche einige strategische Vorteile. Findet bei einer dezentralen Kommunikation eine Art gewollter Kontrollverlust statt, haben Unternehmen bei Corporate Channels mehr Kontrolle über Inhalte und können so einen klareren Fokus vorgeben. Gleichzeitig können auch die kommunikativen Kapazitäten eines Unternehmens viel ausführlicher genutzt und fachlich komplexer Gespräche geführt werden. Durch den Bezug zum Unternehmen können die eigenen Mitarbeiter auf die Hilfe der jeweiligen Kommunikations- und Marketingabteilungen zurückgreifen und erhalten so weiterführende Informationen. Zudem können durch die berufliche Verankerung nicht nur alle Kommentare und Anregungen ernst genommen, sondern auch persönlich und markenkonform beantwortet. 

Step 5: #bewusstseinschaffen 

All diese Punkte bringen jedoch keinen Mehrwert, sofern es das Unternehmen nicht schafft, diese Steps in die eigene Firmenphilosophie zu integrieren. Es ist wichtig, ein internes Bewusstsein zu schaffen, um die Mitarbeiter zukünftig als Contentcreator sinnvoll einbinden zu können.
  

Theorie: Check ✔

In der Theorie steht dem erfolgreichen Corporate Channel, geführt von einem Corporate Influencer, demnach nichts mehr im Wege. Wie das Ganze auch praktisch umgesetzt werden kann und welche positiven Auswirkungen das auf eure Reichweite hat, erfahrt ihr in unserem nächsten Blogartikel.

Stay tuned! 

 

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